Vita - Der Mensch in Kürze
Immer mit dem nötigen Weitblick für das große Ganze und dem kleinteiligen Fokus für die Details.
Analytischer Beobachter, kritischer Denker, realistischer Träumer
Kreatives, journalistisches und wissenschaftliches Schreiben - mal auf Papier und mal vor der Kamera
Ein echtes Ostfriesenkind
Wie sagte einst Hermann Hesse? "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne". Mein Anfang wurde im beschaulichen Leer in Ostfriesland gemacht. Ganz hoch im Norden, da wo man sich zu sagen pflegt: "Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben." Als Mensch, der 1989 geboren wurde, bin ich eng verbunden mit der deutsch-deutschen Geschichte. Denn, man glaube es kaum, als ich geboren wurde, stand die Berliner Mauer noch. Und so unglaublich dieser Umstand ist, so blass sind auch meine Erinnerungen an dieses Bauwerk. Der Fall der Mauer kam dann recht zeitig, als ich im zarten Alter von 7 Monaten war. Wäre ich damals schon in einem denkfähigeren Alter gewesen, so hätte ich mir erstens Papier und Stift und zweitens meine Fotokamera gegriffen und hätte alles zu Fassende in Wort und Bild konserviert und würde heute fleißig Zeitzeugen-Interviews geben. Denn neben der Liebe zum geschriebenen Wort, habe ich auch schon immer das gesprochene Wort zu schätzen gewusst.
Wer schreibt der bleibt
Ich mag es, Dinge richtig zu benennen. Eine korrekte Sprache, das korrekte geschriebene Wort. Ich mag es, dass es für jede Sache ein Fremdwort gibt. Und ich mag es, diese auch zu benutzen. Neologismen. Ich liebe sie.
Geschrieben habe ich schon immer. Früher waren es Gedichte oder kleine Geschichten, die ich an Weihnachten vorgetragen habe. Seit dem ich 15 Jahre alt bin arbeitete ich ehrenamtlich für einen Fanclub eines deutschen Sängers und bekam dort erste Berührungspunkte mit der glitzernden Showwelt und dem Medium Fernsehen. Durch Veranstaltungsbesuche konnte ich das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden. Fotos machen, Schreiben und Shows erleben. Der besondere Reiz lag für mich damals schon darin, dass die Texte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Minütlich habe ich die Reaktionen gecheckt, Meinungen abgegriffen und versucht, mich dadurch zu optimieren. Ingesamt waren das immer sehr blumige Texte, so wie ich auch bei Aufsätzen in der Schule schon immer sehr tief in die Märchenkiste gegriffen habe. Sogar so tief, dass meine Aufsätze teilweise auf Festivitäten vorgelesen wurden. Auch als Schulreporter, der ich sechs Jahre für eine Grundschule war, stand das Fotografieren und Schreiben auf dem Plan, da ich dort die Homepage betreute. Außerdem betreute ich an einer der Schulen die AG "Schülerzeitung", in der versuchte, den Kleinen (Klasse 1 - 4) ein Gespür für Themen, Texte und Fotografie zu vermitteln. Wir machten Ausflüge und hatten spannende Gäste. Für mich ein Exkurs in die Pädagogik, wie in einem früherem Leben.
Das kreative Schreiben macht mir auch heute noch großen Spaß.
Der rasende Reporter
So nannten und nennen mich meine Eltern gerne. Denn zu meiner Standardausrüstung gehören neben Hose, Pulli und Schuhen meine Kameratasche, nebst Block und Stift, so könne man meinen. 2013 begann ich für die Zeitungsgruppe Ostfriesland zu schreiben. Genauer gesagt für den General-Anzeiger und auch für die Ostfriesen-Zeitung. Ich hastete von Termin zu Termin. Basare, Scheckübergaben, Kaninchenzucht, Kleinkunst, Kirchentage, Straßenfeste - es war alles dabei. Führte Interviews, machte Fotos und verwob das Ganze zu einem stimmigen Text. Die klassischen Lokalreportagen mit Terminjournalismus haben mich mit vielen spannenden Menschen zusammengebracht und an viele spannende Orte geführt, die ich ohne diesen Job nie kennengelernt und gesehen hätte. Hunderte Termine befuhr ich nebst Schule, Abitur und meinem Studium der Sozialwissenschaften.
Und auch hier war die Devise: Wer schreibt der bleibt. Ein schreibintensiver Studiengang, Soziologie und Politikwissenschaften, inklusive Bachelor- und Masterarbeit genau 49 Hausarbeiten, Essays, Exposes sowie anderes und das bei freier Themenwahl. Meine Bachelorarbeit habe ich übrigens über den Eurovision Song Contest geschrieben (Von „Boom Bang-a-Bang“ und „Ein bisschen Frieden“ - Ein songtextbasiertes Textscaling Siegerlieder des Eurovision Song Contest von 1956 bis 2017), als glühender Fan des ESC seit 2001 ein Herzensthema. Meine Masterarbeit handelte von poltischen Talkshows, die ich selbst, als politisch interessierter Bürger, immer gerne schaue. (Politainment - Von Diversifikation und Repräsentation in deutschen Polit-TV-Talkshows. Eine Studie zu den Abgeordneten der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages). Wissenschaftliches Schreiben wird mich auch weiterhin begleiten.
Bei der Nordwest Mediengruppe änderte sich die Art des Arbeitens etwas. Weniger Außentermine, mehr Home-Office, mehr Jours fixes. Und dennoch: Telefoninterviews, Präsenzinterviews, Mailinterviews Pressemappen, Notizen, Recherche und im Optimalfall kommt am Ende ein wertvoller Artikel zum Vorschein, der alle Informationen in die richtige Reihenfolge rückt. Schnell konnte ich eigene größere Projekte umsetzen und Verlags-interne Serien betreuen. Hier wechstelte ich als schreibener Journalist auch die Seiten vom Freiberufler hin zu festangestellten Redakteur/Content Creator, aber mit allen Freiheiten, die ich von früher schon kannte. Journalistisches Schreiben habe ich bisher definitiv am häufigsten betrieben.
Willkommen in meinem Universum
Und man glaube es kaum. Schon sehr früh habe ich mit dem Moderieren begonnen. Bereits im zarten Alter von 8 Jahren habe ich für längere Autofahrten Hörspielkassetten besprochen, fiktive Gäste empfangen und Bands anmoderiert. Und ja, ich hatte auch Freunde. Meine armen Eltern haben sich diese absoluten Show-Höhepunkte ohne zu zögern angehört. Ich habe eben die besten Eltern der Welt. Und tatsächlich konnte ich irgendwann mein Schlafzimmer gegen ein echtes TV-Studio eintauschen. Der TV-Sender Oldenburg Eins bot mir eine Moderatoren-Stelle beim Forum an. Seriöse Themen aus Politik und Wirtschaft, quasi journalistisches Schreiben als Lautmalerei vor laufender Kamera. Doch natürlich wurde ich die Säule des kreativen Schreibens nicht los und ich hatte den Wunsch, dies ebenso ins Scheinwerferlicht zu bringen. Die Geburtsstunde von Unterbergs Universum, meiner ersten eigenen galaktischen Talkshow, in der es auch mal musikalisch und albern zugehen darf. Dank meines tollen technischen Teams kann ich mich voll und ganz auf die Redaktion und Gästeakquise konzentrieren. Von Schlager über Comedy und spannende Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen ist jede Sendung ein astronomischer Flug durch die Karriere meines jeweiligen Gastes. Daneben wuchsen auch die Anfragen an Moderationen anderer Sendungen (Roter Teppich, Wahlsendungen, Quiz, Filmpremieren etc.), durch die ich mein Portfolio erweitern und mein Profil schärfen konnte.
Das Glück sehen
In einer meiner Sendungen war der Kabarettist und Musiker Bernd Stelter zu Gast. Er sagte: Wenn du etwas Schönes entdeckst, dann halte an und halte es fest. So war es in meinem Leben bisher eigentlich immer. Ich, als Nordlicht, hatte das Glück, alle meine bisherigen Lebensstationen im Postleitzahlenbereich mit der Zwei davor absolvieren zu können. Meine Leidenschaft zur Fliegerei hat mir im Leben viele schöne Momente und Reisen bereitet. Ich habe meinen Wunschstudiengang an meiner Wunschuniversität belegen dürfen. Und so geht die Liste weiter.
Sich im Leben mit Dingen zu umgeben, die einen glücklich und zufrieden machen, ist wichtig.